16. Spieltag: TSG Ketsch II - TSV Ismaning 33:22 (17:10)

Herbe Niederlage gegen Abstieg und Moral

Am vergangenen Sonntag, den 31. Januar 2010 fuhr die erste Damenmannschaft des TSV Ismaning in der Regionalliga Süd zum Auswärtsspiel bei der TSG Ketsch2 und musste sich dabei deutlich mit 22:33 geschlagen geben.

Wie vor jedem Auswärtsspiel zeigten die Ismaninger Damen auch dieses Mal zu Hause eine gute Leistung und wollten diesen Schwung mit in die Ferne nehmen, um endlich die ersten Punkte in fremder Halle einzufahren. Gerade beim diesmaligen Gegner und Tabellenletzten sollte die immer wiederkehrende Hoffnung Wirklichkeit werden.

 

Vor Beginn der Partie präsentierten sich die Isis noch in bester Laune und hoch motiviert, mit dem Anpfiff durch die routinierten Schiedsrichter aus Sachsen schien jedoch auch die Hoffnung mit einem Augenblick in Luft aufzugehen. Nach dem Ausgleich zum 2:2 in der vierten Minute stand es zwei Minuten später schon 2:5 aus Sicht der Gäste. Auch der erste und einzige 7-Meter Strafwurf für den TSV in dieser Begegnung brachte, obwohl verwandelt, nicht die benötigte Ruhe, worauf Coach Erwin Heilmeier nach bereits neuen Minuten beim Zwischenstand von 3:7 gezwungen war das Time-Out zu nehmen. Viel Verbesserung war nach der Ansprache jedoch nicht zu erkennen, der Rückstand war mit weiterhin vier Toren enttäuschend und wuchs bis zum Ende der ersten Hälfte sogar auf sieben Treffer. Der Halbzeitstand von 10:17 zeigte sehr deutlich die Schwächen der Gäste von der Isar: Im Angriff zu unkonzentriert und ohne Zug zum Tor, in der Abwehr zu inkonsequent und mit vielen Abstimmungsproblemen.

 

Halbzeit zwei begann für die Isis nicht besser und die erneut frühen zwei Zeitstrafen gegen Helena Hertlein in den ersten 30 Minuten zwangen den TSV-Trainer dazu, seine DHB-Spielerin in der Abwehr auf Außen zu stellen. Verantwortlich für den Zwischenspurt und Todesstoß der Ketscher Jungbär waren aber eine Vielzahl von technischen Fehlern und halbherzigen Würfen, die zu Gegenstößen geradezu einluden. Nach 37 gespielten Minuten hieß es schon 11:23 gegen Ismaning, der deutlichste Rückstand musste wenige Minuten später beim 12:25 verzeichnet werden. Dass Ketsch nun die Zügel etwas lockerer ließ war verständlich und für die Gäste ein Lichtblick, denn dadurch konnten die Isis wenigstens ein Debakel verhindern, was in erster Linie auch ein Verdienst der konstant hervorragend haltenden Torhüterin Ute Becker (zwei gehaltene 7-Meter in der ersten Hälfte) war. Aber ebenso zeigte der Einsatz von Jugend-Keeperin Janine Völkel in den letzten acht Minuten Früchte, denn auch sie konnte zwei Strafwürfe parieren. Am Ende half das aber alles nichts, die Partie im Tabellenkellner ging klar an die Gastgeber und Ismaning musste mit einer fast schmeichelhaften 22:33 Niederlage aus der Halle schleichen.

 

Mögliche Erklärungen gibt es, wie sich während der Heimfahrt herausstellte, viele, genaue Ursachen für das Auftreten werden sich aber erst in den kommenden Tagen ergeben. Aufgeben dürfen und werden sich die Ismaninger Damen trotzdem nicht, auch wenn es sich dann angeblich besser spielen lassen könnte. Es heißt nun die kommende Partie in Herrenberg so gut wie möglich zu überstehen und nach einer zweiwöchigen Spielpause wieder die letzten Reserven zu aktivieren.



Es spielten: Ute Becker, Janine Völkel (Tor), Ljiljana Paras (9), Sabine Krause, Helena Hertlein (3), Rosmarie Hascher (1/1), Stephanie Oberhuber, Cordula Block (1), Marina Berger (1), Julia Steinkohl, Sophie Pramberger, Tanja Großer (1), Claudia Schöfbeck (6), Carolin Elbert